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Besuch der 9a im Heizkraftwerk

9a im Heizkraftwerk

Wir kamen um 8:50 Uhr im Kraftwerk der EnBW an. Eine Mitarbeiterin führte uns in einen Warteraum und anschließend wurden wir von unserer Führerin, Frau Deutsch, in den Vorführraum gebracht. Dort wurden uns einige Dinge über das Kraftwerk erklärt.

Das Heizkraftwerk versorgt sowohl kleine Haushalte als auch große Firmen mit Strom. Die Menge an Strom, die rund um die Uhr, Tag und Nacht, gebraucht wird (z.B. im Krankenhaus, in Kühlschränken, Heizungen, etc...), nennt man Grundbelastung. An einem normalen Sommertag liegt diese so ungefähr bei 45%. Dazu kommt dann noch der unregelmäßig verbrauchte Strom, Mittellast und Spitzenlast, der z.B. um die Mittagszeit zum Kochen verwendet wird.

Kraftwerke messen ihren Verbrauch an Strom, indem sie selbigen nach „Angebot und Nachfrage“ verteilen, d.h. braucht ein Haushalt gerade nicht so viel Strom, wird der überschüssige Strom abgespeist und an einen anderen Haushalt weitergeleitet oder man fährt die elektrische Energieerzeugung herab, so gleicht sich der Stromverbrauch aus.

Das Heizkraftwerk, das wir besucht haben, verwendet zum Heizen Kohle, Sperrmüll und Restmüll, es gibt aber auch Kraftwerke, die stattdessen als Primärenergie die Wasserkraft nehmen, weil es umweltfreundlicher ist.

Der Vorgang der Müllverbrennung in Kraftwerken wird vom Umweltamt streng überwacht: Beim geringsten Störfall muss der gesamte Betrieb sofort stillgelegt und das Problem beseitigt werden.

Nach diesen Informationen hat uns Frau Deutsch noch auf dem Gelände herumgeführt. Hierfür mussten wir Sicherheitshelme tragen. Als Erstes waren wir im Leitzentrum, von Frau Deutsch liebevoll „Cockpit“ genannt. Von dort aus wird die gesamte Anlage über Kameras kontrolliert, überwacht und gesteuert. Um dort arbeiten zu dürfen, muss man mindestens zehn Jahre Berufserfahrung haben. Wenn einer der Mitarbeiter auf den Bildschirmen sieht, dass etwas schief läuft, muss er sich sofort aufs Gelände begeben und nach jemandem suchen, der den Schaden beheben kann.

Danach ging es zur Abladestation, wo der zu verbrennende Müll von Lastwagen angeliefert und in einen gigantischen Müllbunker geworfen wird. Wir durften dann auch in den Bereich des Kranführers von einem der beiden Müllbunker und zusehen, wie der Müll von zwei Greifern in einen Zerhäcksler befördert wird. Von dort kommt er auf ein Förderband, das ihn dann vollends in die Verbrennungsanlage transportiert.

Zum Schluss haben wir noch den Turm besucht in dem der Müll verbrannt wurde. Durch kleine Fensterklappen im Verbrennungsofen konnten wir sogar dabei zusehen, wie die Kohle verbrannt wurde.

Unser Ausflug endete ungefähr um 11:50 Uhr.

Naomi (Klasse 9a)