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Die 7b rettet die Welt...

7b stellt Terra Preta her

...oder macht zumindest einen Anfang.

Was wollen wir tun? Wir starten im Zuge unseres WVR-Projekts ein Klimaschutzprojekt, das aus zwei Teilen besteht. Zum einen der Herstellung von Terra Preta und dem Anlegen eines kleinen Schulgartens, zum anderen der Initiierung eines "Klimaschutztages" für die ganze Schloss-Realschule für Mädchen.

Warum Terra Preta?

Terra Preta (portugiesisch: schwarze Erde) hat man erst Ende des 20. Jahrhunderts zufälligerweise als Errungenschaft der alten indianischen Hochkulturen im Amazonasbecken entdeckt. Es handelt sich hierbei um eine extrem humusreiche tiefschwarze Erde, hergestellt vor tausenden von Jahren aus Ernteresten und organischen Siedlungsabfällen.
Bei Wissenschaftlern ist das Potential der Terra Preta unumstritten: Sie macht nicht nur degradierte Böden fruchtbar – sie trägt auch zur Lösung von gravierenden Umweltproblemen, wie der zunehmenden Wasserknappheit oder dem Klimawandel bei.

Wie soll das gehen?

Jede Pflanze nimmt Sonnenenergie und CO2 auf, nutzt sie zum Aufbau ihrer Biomasse und setzt CO2 beim Absterben weitgehend wieder frei. Wenn man pflanzliche Reststoffe mittels Pyrolyse verkohlt, verwandeln sich 25 bis 50 Prozent des darin enthaltenen Kohlenstoffs nicht in das Treibhausgas CO2, sondern in stabile, schwer abbaubare , porenreiche Pflanzenkohle. Arbeitet man diese in die Böden ein, wird aus dem Treibhausgas schließlich schwarzes Gold und Dauerhumus entsteht. Weitere Treibhausgase werden bei der Terra-Preta Technik durch die Fermentierung der organischen Abfälle eingespart. (...) Ohne Fäulnis kein Gestank und keine weiteren Treibhausgase wie Methan und Lachgas.
(Scheub, Pieplow, Schmidt: Terra Preta, die schwarze  Revolution aus dem Regenwald S. 66f, 2013 München)

Was machen wir?

Wir werden die Terra Preta mit Hilfe eines nachhaltigen kleinen Kreislaufs herstellen. In der Schulküche werden die Küchenabfälle nicht mehr in den Restmüll geworfen - Stuttgart West hat übrigens immer noch keine Bio-Tonne - sondern wir kompostieren diese mit Bokashi und mit einem Pyrolysekocher zu selbst hergestellter Pflanzenkohle. Nach der Fermentation arbeiten wir diese dann in transportable Beete aus Bäckerkisten ein. Damit wollen wir auch einen Weg aufzeigen, wie man in Innenstadtschulen ohne Möglichkeit auf einen Schulgarten, trotzdem einen anlegen kann. Als kleines Urban Farming Projekt trägt auch dieses zur Erhöhung der städtischen Lebensqualität bei. Die angebauten Gemüsesorten verwenden wir dann wieder in der Schulküche oder bei unserem gemeinsamen „gesunden Frühstück“.

Teil zwei unseres Projekts wird der Klimaschutztag sein, der für die Klassen als Curriculum angelegt wird. Er soll jedes Jahr wieder stattfinden und je nach Klassenstufe ein anderes Thema (Mobilität, Energie, Konsum, Ernährung...) beinhalten. So können die Schülerinnen durch Wissen selbst zu nachhaltigem Verhalten angeregt werden.

Wir brauchen Stimmen!

Die 7b nimmt auf SpardaImpuls an einem Wettbewerb teil, um die für das Projekt nötigen Fördermittel zu erreichen. Viele Stimmen helfen uns bei der Finanzierung unseres Projekts.